Caroline Seidel מזל טוב  Masel tov

Konzept / Informationen

Nach Angaben der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland ist die Mitgliederzahl der jüdischen Gemeinden in Deutschland von 29.089 im Jahr 1990 auf 102.472 im Jahr 2003 angestiegen. Grund für den Zuwachs in den Gemeinden ist die Zuwanderung von Mitgliedern aus der ehemaligen Sowjetunion bzw. ihrer Nachfolgestaaten. Der Anfang war schwierig für die neuen und alten Gemeindemitglieder. Viele deutschstämmige Juden fühlten sich vernachlässigt. Die neuen russischstämmigen Mitglieder brauchten viel Hilfe bei der Integration und waren plötzlich in der Mehrzahl. Hinzu kam, dass viele jüdische Emigranten nicht religiös erzogen worden waren, da dies zu Zeiten der Sowjetunion verboten war. Somit war und ist es für sie schwer eine jüdische Identität zu finden. Besonders wichtig bei diesem Lernprozess sind die jüdischen Feste und Feiertage. Sie sind ein elementarer Bestandteil und unmittelbarer Ausdruck des jüdischen Glaubens und bestimmen den Lebensrhythmus gläubiger Juden auf der ganzen Welt. Durch die Feste und Rituale versuchen die Gemeinden die jüdische Religion den Gemeindemitgliedern näher zu bringen. Der Sinn für Familie und Gemeinschaft ist ein weiterer wichtiger Punkt der jüdischen Identität und wird durch die gemeinsamen Aktivitäten und Angebote der Gemeinde gefördert. So entwickelt sich ganz langsam ein neues jüdisches Leben und eine neue jüdische Identität.

Art und Umfang    Fotobuch und Ausstellung

Abschluss Diplom (Kommunikationsdesign)
Studienrichtung Foto
Betreut durch Prof. Susanne Brügger
Ute Noll