Clemens Müller Orange im U
Konzept / Informationen
Orange im U fand im Dortmunder U statt und meine primäre Aufgabe war die Gestaltung der Ausstellung. Im Bereich zwischen dem Empfang und der Ausstellungsfläche standen Bildschirme, auf denen die Leihgeber (Bürger des Ruhrgebiets) die Geschichten zu Ihren Objekten erzählten. Alle Objekte, unabhängig ihres finanziellen oder emotionalen Wertes, wurden gleichwertig behandelt, nicht bewertet und standen vermischt in der Ausstellung. Auch viele alltägliche Objekte wurden durch ihre Geschichte mit Bedeutung aufgeladen. Wiederverwendbarkeit, räumliche Flexibilität und geringer Stauraum waren die wichtigsten Punkte, an denen ich mich mit meiner Arbeit orientiert habe. Da zu Beginn der Produktion des Ausstellungsmobiliars noch kein Exponat zur Verfügung stand, bestand die größte Herausforderung darin, ein System zu entwickeln, welches sich für die Ausstellung von sowohl 50, als auch 500 verschiedensten Objekten eignet. Es wurde eine Ausstellungsfläche von 400 m2 mit 144 Podesten bespielt, die ineinander verschachtelt (statisch bis zu drei Etagen stapelbar) nur 8 m2 Stauraum benötigten. Durch die offenen Kuben verdoppelte sich die Ausstellungsfläche auf den Podesten (zusätzlich wurden 100 m2 Holz eingespart) und durch die halb mattierten, abgependelten Leuchtmittel wurde für die gesamte Ausstellungsbeleuchtung nur 2 500 Watt Strom benötigt. Eine temporäre Gestaltung/Ausstellung sollte meiner Meinung nach neben ihrem sozialen und kulturellen Nutzen auch einen nachhaltigen und ökonomischen Anspruch haben. Ein gewissenhafter Umgang mit den genannten Faktoren ist für mich in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Daher habe ich mich bemüht diese zu beachten, ohne Abstriche in der Gestaltung machen zu müssen.
Art und Umfang Exhibition Design
| Abschluss | Bachelor (Design Medien Kommunikation) |
| Studienrichtung | Objekt- und Raum |
| Betreut durch | Martin Middlehauve
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