Etienne Kordys Der goldene Zweig
Konzept / Informationen
Entgegen aller Rückschläge bemüht David sich weiter. Während er in seiner neu bezogenen Wohnung noch auf gepackten Umzugskartons sitzt und nur noch ein Foto an der Wand an seine gescheiterte Beziehung erinnert, verbringt er den ganzen Tag mit dem Verfassen neuer Bewerbungen.
Die Not macht ihn erfinderisch: Mal ist es ein neuer Anzug, der ihm endlich den Eintritt in die Arbeitswelt verschaffen soll, dann gespielte Unterwürfigkeit, dann eine herablassend-selbstsichere Attitüde... doch am Ergebnis ändert sich nichts.
Nachdem er schließlich sein Arsenal von Tricks aufgebraucht hat, ohne dass sich der gewünschte Erfolg eingestellt hätte, kommt David bei einem weiteren aussichtslosen Vorstellungstermin eine schockierende Erkenntnis: Bei seinen Bewerbungsgesprächen sitzt ihm immer wieder derselbe Mann gegenüber. Dessen Aufgabe scheint einzig darin zu bestehen, zu verhindern, dass David jemals einen Job bekommt, wie er sogar freimütig zugibt. Nachdem David das falsche Spiel aufgedeckt hat, glaubt er, nun den Weg frei zu haben und spürt zum ersten Mal seit langer Zeit wieder so etwas wie Optimismus. Er beginnt sich endlich häuslich einzurichten und macht sogar erste Schritte zu einer Versöhnung mit seiner Ex-Freundin. Doch bei seinem nächsten Interview findet er wieder denselben Mann hinter dem Schreibtisch vor. David beschließt, dass es nur einen Weg gibt, seine Arbeitslosigkeit zu beenden: Er muss den Mann umbringen.
Wie besessen plant David fortan ein Attentat, über das er sogar seine frisch zurückeroberte Freundin vergisst. Bei dem nächsten Aufeinandertreffen sticht David den Interviewer tatsächlich nieder. Kaum hat dieser seinen letzten Atemzug getan, betritt ein grauhaariger Herr das Büro und teilt David mit, dass ihm nunmehr ein Job angeboten werden kann. Es sei gerade eine Stelle freigeworden... David wird der Nachfolger seines Mordopfers.
Art und Umfang Kurzfilm
| Abschluss | Diplom (Kommunikationsdesign) |
| Studienrichtung | Kamera |
| Betreut durch |

