Lisa Frieling Ohne Titel
Konzept / Informationen
Im Alltag neigen wir dazu zu vergessen, dass unser Körper tagtäglich eine enorme Leistung erbringt, die wir einerseits für selbstverständlich halten und nicht hinterfragen und deren Thematisierung andererseits als wenig schicklich gilt. Der Gedanke an einen geöffneten Körper bereitet uns Unbehagen, gruselt oder ekelt uns sogar. Selbstverständlich sind unsere inneren Organe für uns lebenswichtig. Ein mögliches Organversagen bedeutet den Zusammenbruch des Organismus und kann letztendlich zum Tod führen. Meine Arbeit setzt sich mit unserem menschlichen Organismus und der Frage „Was bin ich?“ auseinander. Sie ermöglicht eine neue, andere Sichtweise auf den eigenen Körper. Durch die halbplastische Darstellung der Objekte steht die grafische Form der einzelnen Organe im Vordergrund. Das verwendete Textil kleidet sozusagen das Organ. Die Objekte vermitteln allein den Eindruck der Existenz ihrer Abbilder, geben jedoch keinen Aufschluss über deren Funktion. Infolgedessen erinnern sie den Betrachter an etwas ihm Bekanntes, können aber ebenso zur Irritation führen. Somit wird das merkwürdige Verhältnis, dass ‚ich‘ auch meine Organe bin, dies im alltäglichen Selbstbild aber nicht vorkommt, hervorgehoben.
Art und Umfang Buch
| Abschluss | Bachelor (Design Medien Kommunikation) |
| Studienrichtung | Grafik |
| Betreut durch |
| lisa.frieling@gmx.de |

