Nathalie Schulten Sicher ist Nichts
Konzept / Informationen
„SICHER IST NICHTS“ erzählt einfühlsam und ergreifend die Geschichte der selbstbewussten Rentnerin Helen, die mit Ende sechzig an Demenz erkrankt. Trotz ihrer selbstbewussten Persönlichkeit, hegt sie gegenüber ihrem sozialen Umfeld aus Familie und Freunden keinen offenen Umgang mit der Krankheit. Der Film wählt Helens Gefühlswelt als Erzählperspektive und macht so den inneren und äußeren Kampf einer starken Persönlichkeit gegen eine schonungslose Krankheit für den Zuschauer erlebbar. Anfänglich humorvolles Verdrängen ihrer Vergesslichkeit, ihre zunehmenden Zweifel am eigenen Verstand, die schmerzende Verschwiegenheit gegenüber ihrer Familie, schildert der Film nahbar und erschütternd. Aufgrund zunehmender Konflikte mit ihrem Umfeld, stellt sich für Helen und ihre Tochter, Anne, die Frage nach der Verantwortung für einander auf einmal neu. Die Struktur von einst, in der Helen als Säule der Familie die tragende Rolle spielte, ist mit einem Mal hinfällig. Als Helen eines Tages einen Brand im eigenen Haus verursacht, kann auch Anne die Einsicht nicht mehr länger verdrängen, dass sie einen neuen Umgang mit ihrer Mutter beginnen muss.
In Gestaltung und Narration verzichtet der Film bewusst auf dramaturgische Überhöhungen, sowie oberflächliche Klischees und zeichnet stattdessen sehr authentische Figuren in einer realitätsnahen Situation. In einem Netz aus visuellen und auditiven Erzählmitteln sensibilisiert der Film eine neue Sichtweise für ein aktuelles Thema und ermutigt auf eine poetische Art die Reflexion über die persönliche Verantwortung des Einzelnen.
Art und Umfang Kurzfilm, 24:44 Min.
| Abschluss | Diplom (Kommunikationsdesign) |
| Studienrichtung | Kamera |
| Betreut durch | Astrid Busch
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