Rosa Maria Rühling einander
Konzept / Informationen
Eine subjektive Perspektive auf das Leben bulgarischer junger Männer, die in der Dortmunder Nordstadt der mann-männlichen Prostitution nachgehen. Nach einer aktuellen Studie zur Lebenslage von Strichern im östlichen Ruhrgebiet ist Dortmund das Zentrum der Stricher- und Callboyszene dieser Region. Zwischen 200 und 250 Stricher und Callboys im Durchschnittsalter von 21 Jahren gehen der Prostitution nach. Etwa 40% der jungen Männer haben einen Migrationshintergrund. Mein Projekt zeigt einen fragmentarischen Einblick in die Lebenssituation der bulgarischen jungen Männer, wobei der Fokus auf ihrem sozialen Umgang untereinander liegt. Dieser Einblick wird durch die subjektive Wahrnehmung meiner Begegnungen mit ihnen und ihren Lebensumständen bestimmt. Die mehrmonatige, nicht nur fotografische Begleitung einzelner Personen und Orte ermöglichte eine emotionale Annäherung, welche dennoch einem langsamen Prozess unterlag. Der Blick hinter die Fassade zeigte, dass die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben verwischen. In meiner Arbeit konzentriere ich mich auf den Kontrast zwischen dem starken sozialen Zusammenhalt der jungen Männer untereinander und der harten Realität ihrer Arbeitswelt. Durch die visuelle Arbeit soll, fern von Klischees, auf die Situation der jungen Männer aufmerksam gemacht und ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich auszudrücken.
Art und Umfang Buch, Ausstellung
| Abschluss | Diplom (Kommunikationsdesign) |
| Studienrichtung | Grafik |
| Betreut durch | Prof. Susanne Brügger
Prof. Gerald Koeniger |
| rosanna_mr@hotmail.com |

