Dana-Romina Tietjen — F65.5
Konzept
Sexualität ist einer der wesentlichsten Aspekte menschlichen Daseins. Sie ist nicht nur Folge und Ausdruck, sondern auch Auslöser elementarster Menschlicher Regungen. Aber selbst in unserer „modernen“ und „aufgeklärten“ Gesellschaft sind längst nicht alle Aspekte einvernehmlicher Sexualität vollständig akzeptiert. Viele Tendenzen und Vorlieben, die als von der gesellschaftlichen Norm abweichend angesehen werden, werden zur „Störung“ innerhalb des sexuellen Verhaltens klassifiziert und degradiert. Dies gilt z.B. für die Neigung zum Sadomasochismus, die im ICD-10, der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (“International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”) nach wie vor unter dem Punkt F65.5 als „Persönlichkeits- und Verhaltensstörung“ eingeordnet wird, was von den mehr oder minder organisierten Anhängern dieser Sexualität, der oft als solchen bezeichneten „SM-Szene“, vehement abgelehnt wird. In der vorliegenden Bachelorarbeit zeige ich Portraits von und Interviews mit Menschen, die sich in dieser Subkultur bewegen und ihre Sexualität auf eine Weise ausleben, die nicht der vorherrschenden gesellschaftlichen Norm entspricht. Was geradezu zwangsläufig zu Fragen führt wie: „Gibt es überhaupt eine sexuelle Norm?“, oder „Was ist normal und was pervers?“, um nur zwei der Fragen darzustellen, mit denen ich mich beschäftigt habe, um die Thematik zu verstehen und meine eigenen Vorurteile zu revidieren.
Informationen
- Art und Umfang
- Abschluss Diplom (Kommunikationsdesign)
- Studienrichtung Foto
- Betreut durch Prof. Mareike Föcking und Dirk Gebhardt
- E-Mail dana-romina@freenet.de
- www http://www.danaromina.de
